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Joerg Czischke
Zeichnungen
(Eingeladen von Nina Kretzschmar)
3. November - 3. Dezember 2017

Jörg Czischke, geboren 1945 in Lübeck, lebte und arbeitete seit den 50er Jahren in Köln. Danach Ausbildung zum Schriftsetzer/Typograf und Grafiker. Seit Beginn der 1960er Jahre Beschäftigung mit Farb- und Formproblemen, Konzepten, Tusche- und Farbzeichnungen, Monochrome Arbeiten auf Leinwand, mehrdimensionale Bilder, Lettristik, Skulpturen, Begehbare Bilder, Buchprojekten. 1997 verstarb er nach langer Krankheit in Köln.

Während seines außergewöhnlichen künstlerischen Werdegangs hat Jörg Czischke um diese Meisterschaft zu erlangen viele hundert Arbeiten auf Papier in unterschiedlichen Techniken geschaffen, die von seinem kreativen Schaffensdrang zeugen. Intuition und Geist sind zugleich am Werk und offenbaren sich in den aus der Verschmelzung von Dynamik und Disziplin hervorgegangenen Zeichnungen, die Czischkes künstlerischen Durchbruch dokumentieren. Sie sind in der intensiven Schaffensperiode seit Anfang der 1960er Jahre entstanden und zeigen reine Abstraktion mit hoher Sinnlichkeit. Mit ihnen löste sich Czischke von der traditionellen figurativen Darstellung und Thematik und wandte sich dem Action Painting zu, in dessen Folge er gebräuchlichen Zeichen- und Malutensilien entsagte. Statt mit Stift oder Pinsel direkt auf dem Malgrund zu arbeiten, dirigierte Czischke die aufgenommene Farbe mit kalkulierter Distanz  der ausgebreiteten Bildfläche auf das Papier durch schlagende Bewegungen mit Bleischnüren, die mit japanischen und chinesischen Sepiatuschen präperiert waren. Diese Technik bleibt untrennbar mit seinem Namen verbunden, und dokumentiert damit die kalkulierte Spontanität bis zur Perfektion.


(Ausstellungs-Ansichten)