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COLLABORATION

Pressetext "COLLABORATION. Vermittlung. Kunst. Verein"
KNOCKIN’ ON MIND’S DOOR
Konkrete Projektphasen
Was ist Kunst?

KNOCKIN’ ON MIND’S DOOR, kjubh Kunstverein, Simultanhalle Köln

Der kjubh Kunstverein e. V. hat sich im Sommer 2008 erfolgreich an einer Ausschreibung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine in Kooperation mit dem Ministerpräsidenten NRW zur Finanzierung eines einjährigen Projekts für neue Kunstvermittlungsmodelle an Kunstvereinen in NRW beworben. Seit November 2008 können sich Oberstufen-SchülerInnen im Rahmen des Projekts Knocking on Mind’s Door am kjubh Kunstverein und der Simultanhalle in Köln als KunstvermittlerInnen versuchen. Organisiert in Projektgruppen unter der Leitung von Birgit Laskowski lernen sie Berufsfelder der zeitgenössischen Kunst in unterschiedlichen Bereichen und Institutionen kennen. In sechs zweimonatigen Projektphasen geht es unter anderem um Tätigkeiten im Bereich der Produktion, Präsentation und Theorie von Kunst, um die Strukturen von Kulturpolitik, Kunstverein oder Kunstmarkt, um das Arbeiten mit und für eine Sammlung und um den öffentlichen Raum. Das Ziel ist hier nicht allein, einen (praktikumsähnlichen) Einblick in den Kunstbetrieb zu ermöglichen. Vielmehr geht es um die Entwicklung eigener, alters-, erfahrungs- und interessenbedingter Vermittlungs- und Rezeptionsmodelle zur kritischen Hinterfragung der ‘Apparate’ des Kunstbetriebs und deren Funktionsweisen. Befreit von didaktischen Vorgaben werden die SchülerInnen angehalten und motiviert, sich eigene Aktionsfelder und Herangehensweisen zu schaffen und diese in verschiedene Formate der Kunstpräsentation und -vermittlung münden zu lassen.

Die Jugendlichen, die in einem internen Bewerbungsverfahren von ihren Schulen ausgewählt wurden, werden in der Regel zu sechst, aus verschiedenen Schulen kommend, in Projektgruppen eingeteilt. Die Simultanhalle und der kjubh Kunstverein bilden den räumlichen Ausgangspunkt, von dem aus ganz verschiedene Kunstorte Kölns besucht und entdeckt werden. Den SchülerInnen wird dabei mittels der Kontakte zu Jugendlichen anderer Schulen, Schulformen und aus anderen Stadtvierteln eine differenziertere Wahrnehmung ihrer Stadt ermöglicht. Ausserdem können sie durch die Einbeziehung der unterschiedlichsten Orte ein Bewusstsein für die vielfältige Szene zeitgenössischer Kunst ihrer Stadt entwickeln.

In der ersten Phase, ‘Erstürmung des Elfenbeinturms’ besuchen die SchülerInnen ein Videoseminar des Kunsthistorischen Instituts, reden mit einem Kunstbuchverleger, treffen einen Kunstbuchhändler und stellen für ihre Schule eine Handbibliothek der von ihnen für lesenswert gehaltenen Kunst(theorie)bücher zusammen. ‘Kunst macht Arbeit’ heisst die zweite Phase, in der in Kooperation mit einer Kunstdidaktin eine Visualisierung zur überprüfung des Kunstbegriffs erarbeitet und im kjubh Kunstverein präsentiert wird. In den folgenden Phasen werden weitere Aspekte des Kunstbetriebs (wie Kunstvermarktung, Kunstwerke im Stadtraum, Crossover zwischen Kunst und Musik) beleuchtet, hinterfragt und auf verschiedene, von den Schülern selbst entwickelten Weisen angeeignet und transformiert, u.a. in der Zusammenarbeit mit einem Künstler bei der Konzeption einer Ausstellung in der Simultanhalle. Abschliessend wird das Projekt in einer Publikation dokumentiert und öffentlich gemacht.

Nähere Auskunft über die einzelnen Projekte unter der
Mobilnummer 0178 / 8 47 47 86 (Birgit Laskowski).




Weiterführende Links:
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